Januar 5th, 2011 von
JG
Über die Salvatorische Klausel wird im Vertrag vereinbart, dass dieser im Falle der teilweisen oder gänzlichen Ungültigkeit einzelner Regelungen in seinem Ganzen trotzdem gültig bleibt. Hintergrund der Aufnahme einer salvatorischen Klausel in einen Vertrag stellt die Verhinderung des Eintritts einer Teilnichtigkeit des Vertrages im Falle der Unwirksamkeit einzelner Bestandteile dar. Wird keine Salvatorische Klausel vereinbart, kann das gesamte Rechtsgeschäft im Sinne des § 139 BGB nichtig sein und entsprechende Rechtsfolgen nach sich ziehen.
Die Salvatorische Klausel fungiert somit als Schutzfunktion um im Interesse der Parteien am Rechtsvertrag festhalten zu können und den mit dem Vertrag zusammenhängenden wirtschaftlichen Erfolg aufrecht zu erhalten. Die Formulierung der Salvatorischen Klausel kann prinzipiell frei erfolgen wird aber in der Regel in einer bestimmten Form formuliert. Insbesondere für Verträge die im Rahmen der Selbstständigkeit geschlossen werden sollte darauf geachtet werden eine Salvatorische Klausel zu vereinbaren.
Im Falle der teilweisen Unwirksamkeit von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist das Rechtsgeschäft nicht automatisch im Sinne von § 139 BGB nichtig. Es kann dementsprechend auf die Salvatorische Klausel verzichtet werden.
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Dezember 14th, 2010 von
JG
Wird durch den Käufer einer fehlerhaften Ware oder Dienstleistung vom Verkäufer verlangt den Mangel zu beseitigen, handelt es sich um eine Reklamation. Im Rahmen dieser Reklamation kann der Verkäufer entscheiden, ob er einen Umtausch, eine Reparatur, Wandlung oder Minderung vornimmt.
Im Zuge eines Umtauschs der mangelbehafteten Ware oder Dienstleistung ist diese dem Verkäufer durch den Käufer auszuhändigen. Soll eine Reparatur im Rahmen der Reklamation durchgeführt werden hat der Verkäufer diese auf eigene Kosten vorzunehmen. Wird vereinbart die Ware zurückzugeben und den Kaufpreis dem Käufer zurückzuerstatten handelt es sich um eine Wandlung. Ferner ist es möglich dem Käufer einen Teilbetrag des Kaufpreises zu erstatten und somit eine Minderung durchzuführen. Voraussetzung eine Minderung durchzuführen ist der erfolglose Versuch einer Nachbesserung durch den Verkäufer. Wird im Rahmen der Umsetzung einer Geschäftsidee angestrebt als Kaufmann bzw. Händler tätig zu werden muss sich umfassend über die Rechte und Pflichten im Rahmen einer Reklamation informiert und etwaige Kosten bereits bei der Erstellung von einem Geschäftsplan im Finanzplan berücksichtigt werden.
Im Rahmen einer Reklamation muss der Käufer nicht die Verpackung der mangelhaften Ware einer Rückgabe beifügen. Handelt es sich bei dem Käufer um einen Kaufmann hat dieser unmittelbar nach Zugang bzw. der ersten Nutzung der Ware den Mangel zu rügen. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, gilt die Ware handelsrechtlich als fehlerfrei.
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Dezember 8th, 2010 von
JG
Das Konzept von dem Produktlebenszyklus stellt die verschiedenen Phasen eines Produktes von der Markteinführung bis zu Eliminierung vom Markt dar. Der Lebenszyklus eines Produktes wird dabei in verschiedene Phasen untergliedert die jeweils individuell im Rahmen der Produktpolitik zu steuern sind.
Es existieren verschiedene Produktlebenszyklus-Theorien die jeweils unterschiedliche Einteilungen des Produktlebenszykluses vornehmen. Die Betrachtung des Produktlebenszyklus sollte nach der Gründung eines Unternehmens wie beispielsweise einer Unternehmergesellschaft unbedingt erfolgen um eine effiziente Portfolio-Steuerung zu gewährleisten. Grundlegend werden die Einführungsphase, die Wachstumsphase, Reifephase, Degenerationsphase und ggf. die Nachlaufphase unterschieden.
Die Einführungsphase ist mit hohen Kosten für Werbung und Public Relations verbunden um auf das neue Produkt aufmerksam zu machen. In der Wachstumsphase werden erste Gewinne mit dem Produkt bei konstant hohen Marketingkosten erzielt. Die anschließende Reifephase stellt die profitabelste Phase im Produktlebenszyklus dar. Strategisch bietet sich in dieser Phase die Durchführung des Erhaltungsmarketings bzw. das lancieren von Produktvariationen an.
In der Sättigungsphase stagniert das Marktwachstum eines Produktes und die Folge ist der Rückgang der Umsätze und Gewinne. Strategisch kann in dieser Phase versucht werden über Produktvariationen neue Kunden zu gewinnen. Die Degenerationsphase ist durch die Schrumpfung des Marktanteils für dieses Produkt und weiterem Umsatzrückgang in der Folge geprägt. Möglich ist es in Folge dessen einen Relaunch des Produktes vorzunehmen oder die Produktion einzustellen.
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November 26th, 2010 von
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Unter Normalkosten werden die Kosten verstanden, die sich als statistische Mittelwerte aus den Istkosten vergangener Perioden ergeben. Die Ermittlung der Normalkosten erfolgt im Rahmen einer Normalkostenrechnung, die durch die Berücksichtigung etwaiger Veränderungen der Kostenbestimmungsfaktoren präziser durchgeführt werden kann.
Nach dem Ablauf einer Betrachtungsperiode werden die Normalkosten mit den Istkosten, die im Rahmen der Umsetzung von dem Geschäftsplan entstehen, verglichen. Sind die Normalkosten größer als die Istkosten liegt eine Kostenüberdeckung vor. Fallen die Normalkosten hingegen geringer aus als die Istkosten handelt es sich um eine Kostenunterdeckung.
Ziel der Normalkostenrechnung ist es die Nachteile die sich durch die Berücksichtigung von Zufallsschwankungen der Werte und der Vergangenheitsorientierung ergeben, zu mindern. Dazu wird im Rahmen der Normalkostenrechnung ein Durchschnitt der Istkosten aus mehreren Perioden gebildet. Zur Berechnung der Normalkosten können die starre und die flexible Normalkostenrechnung zur Anwendung kommen. Durch die Ermittlung und Verwendung der Normalkosten, kann eine Kostenkalkulation bereits vor Beginn der Produktion erfolgen und somit eine bessere Planung realisiert werden.
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November 19th, 2010 von
JG
Werden Mitarbeiter an dem Gewinn des anstellenden Unternehmens beteiligt, spricht man von Mitarbeiterbeteiligung. Diese kann grundsätzlich als überbetriebliche und betriebliche Beteiligung realisiert werden. Die überbetriebliche Mitarbeiterbeteiligung wird in erster Linie durch die Gewerkschaften angestrebt und kann über die Betriebsverfassung, Mitbestimmung, Vermögensbeteiligung oder einen Investivlohn umgesetzt werden.
Auf betrieblicher Ebene zielt die Mitarbeiterbeteiligung auf die Gewinn- und Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern über die Ausgabe von Belegschaftsaktien oder die Schließung stiller Beteiligungen in Kapitalgesellschaften ab. Zur Kapitalbeschaffung nach einer Existenzgründung stellt die Mitarbeiterbeteiligung eine Möglichkeit dar die bei der Erstellung von dem Businessplan Venture Capital berücksichtigt werden sollte.
Neben der materiell geprägten Mitarbeiterbeteiligung über die Beteiligung am Gewinn und Kapital, erlangt die immaterielle Beteiligung, die über die Einflussnahme auf die Unternehmenskultur, die Optimierung der Arbeits- und Entscheidungsprozesse und die Stärkung des Wissenskapitals umgesetzt werden kann, immer höhere Bedeutung.
Die betriebliche Mitarbeiterbeteiligung stellt eine Betriebsvereinbarung dar, die einer Zustimmung des Betriebsrates bedarf. Insbesondere für klein- und mittelständische Betriebe bietet die Mitarbeiterbeteiligung die Möglichkeit die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu fördern. Gründe dafür stellen die Möglichkeiten dar, die Eigenkapitalquote dadurch zu erhöhen was zu einer besseren Kreditfähigkeit führt, Kapitalengpässe zu überbrücken, eine geringere Krisenanfälligkeit zu erreichen, den Krankenstand und die Fluktuationsrate zu vermindern, Nachfolgeregelungen zu erleichtern und eine höhere Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu realisieren.
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November 10th, 2010 von
JG
Unter einer Losgröße versteht man die Menge an Fertigungsprodukten einer Charge, Sorte oder Serie die in einem Durchgang ohne Unterbrechung der Fertigung produziert werden. Die Bestimmung der optimalen Losgröße kann nach verschiedenen Merkmalen klassifiziert werden.
Hinsichtlich der Art einer Losgröße lassen sich technische Losgrößen, die den Nettobedarf eines Loses zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Fertigung angeben, kapazitive Losgrößen die zur optimalen Auslastung der Kapazität verwendet werden, wirtschaftliche Losgrößen, logistische Losgrößen und engpassorientierte Losgrößen unterscheiden. Soll eine Neugründung im produzierenden Gewerbe im Rahmen der Selbstständigkeit umgesetzt werden, sind Überlegungen zur Losgröße unbedingt anzustellen.
Zur Bestimmung der Losgröße können verschiedene Losgrößenmodelle verwendet werden. Beim statistischen Losgrößenverfahren werden die Losgrößen anhand von Mengenvorgaben aus dem entsprechenden Materialstammsatz gebildet. Im Rahmen der periodischen Losgrößenverfahren erfolgt eine Zusammenfassung verschiedener Bedarfsmengen zu einer Losgröße.
Die optimierenden Losgrößenverfahren sind ebenfalls durch die Zusammenfassung von Bedarfsmengen verschiedener Perioden gekennzeichnet, wobei zusätzlich ein Kostenoptimum zwischen losgrößenfixen Kosten und Lagerhaltungskosten gebildet und in das Verfahren einbezogen wird.
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November 3rd, 2010 von
JG
Der Begriff der kurzfristigen Erfolgsrechnung wird für unterschiedliche innerbetriebliche Rechnung die zur Bestimmung des Unternehmenserfolgs einer kurzen Periode verwendet werden genutzt. Wird die kurzfristige Betriebsergebnisrechnung im Rahmen der kurzfristigen Erfolgsrechnung durchgeführt, handelt es sich um die Erstellung einer betriebswirtschaftlichen Kennzahl, die als Teil der Gewinn- und Verlustrechnung den Gewinn aus dem ordentlichen Geschäftsbetrieb wiedergibt.
Dieser Gewinn ergibt sich aus der Differenz aller Einnahmen und Ausgaben die im Rahmen der Geschäftstätigkeit angefallen sind. Ein Verfahren zur kurzfristigen Erfolgsrechnung um die Umsetzung von dem Businessplan zu kontrollieren, stellt die Gewinn- und Verlustrechnung dar. Bei dieser bietet sich eine Aufspaltung des Erfolgs in einen Betriebserfolg und einen neutralen Erfolg an.
Die Ermittlung des Betriebserfolgs kann über das Gesamtkostenverfahren oder das Umsatzkostenverfahren erfolgen. Wird das Umsatzkostenverfahren auf Vollkostenbasis durchgeführt, besteht die Gefahr von Fehlentscheidungen. Deshalb sollte zur Erfolgskontrolle das Umsatzkostenverfahren auf Grenzkostenbasis angewendet werden. Möglich ist es die kurzfristige Erfolgsrechnung durch die Bruttogewinnanalyse und die Break-Even-Analyse zu erweitern.
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Oktober 29th, 2010 von
JG
Mit der Kosten Nutzen Analyse können verschiedene Handlungsalternativen bzw. Investitionsobjekte über die Analyse des Kosten-Nutzen-Verhältnisses verglichen werden. Anwendung findet die Kosten Nutzen Analyse zur Entscheidungsunterstützung vorrangig im öffentlichen Bereich ihre Anwendung. Dieser vergleichsweise hohe Anteil öffentlichen Körperschaften die die Kosten Nutzen Analyse einsetzten ist nicht zuletzt der Verpflichtung gemäß § 7 Bundeshaushaltsordnung vor Tätigung von Ausgaben öffentlicher Stellen eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in Form der Kosten Nutzen Analyse durchzuführen.
Die Kosten Nutzen Analyse kann nach verschiedenen Ablaufstrukturen, in Abhängigkeit von der Begriffsfassung im engeren oder weiteren Sinne, zur Entscheidungsfindung im Rahmen der Umsetzung der Geschäftsaufgabe, erfolgen. Die sogenannte Cost-Benefit Analysis misst als klassische Kosten Nutzen Analyse beide Variablen in Geldeinheiten. Als absolut vorteilhaft gelten alle Projektvarianten die ein positives Ergebnis aufweisen, relativ vorteilhaft ist die Variante mit bestem Gesamtergebnis bzw. Rentabilität der eingesetzten Mittel.
Über die Ermittlung und den Vergleich der Kosten verschiedener Behandlungsmethoden im Gesundheitsbereich erfolgt die Wahl der günstigsten Methode bei der Anwendung von Kosten-Minimierungs-Studien. Darüber hinaus ist die Kosten Nutzen Analyse in Form von Krankheitskostenstudien die Teilstudien dieser darstellen für die volkswirtschaftliche Analyse der Kosten bestimmter Krankheiten möglich. Kosten-Wirksamkeits-Analysen vergleichen verschiedene Methoden anhand des Kosten-Wirksamkeitsverhältnisses und Kosten-Nutzwert-Analysen eigenen sich zur Analyse bei Vorliegen verschiedener Nutzendimensionen.
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Oktober 25th, 2010 von
JG
Eine Kernkompetenz stellt eine marktfähige Fähigkeit dar, die ein Unternehmen besser kann als seine Mitbewerber. Aus einer Kernkompetenz können Alleinstellungsmerkmale hinsichtlich der Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen resultieren. Weist ein Produkt oder eine Dienstleistung ein Alleinstellungsmerkmal auf, spricht man im Marketing von der Unique Selling Proposition.
Aus der Entwicklung und anschließenden Nutzung einer Kernkompetenz ergeben sich in der Regel strategische Vorteile für Unternehmen, was die Fokusierung auf diese Kernkompetenz als Unternehmensstrategie nahelegt. Um als Kernkompetenz zu gelten muss die Fähigkeit dauerhaften Charakter haben, einen Kundennutzen intendieren, nur schwer imitierbar und kaum substituierbar sein. Welche Fähigkeiten Potenzial haben als Kernkompetenz zu fungieren, ist bereits bei der Existenzgründung sinnvoller Weise zu durchdenken und im Gesamtkonzept zu berücksichtigen. Insbesondere Fremdkapitalgeber legen in der Regel großen Wert auf ein hohes Innovationspotenzial der zu finanzierenden Geschäftsidee. Die Generierung von Kernkompetenzen bedarf eines hochwertigen Wissensmanagements innerhalb des Unternehmens.
Eine Kernkompetenz stellt unter anderem auch die Fähigkeit dar, kontinuierlich Verbesserungsprozesse einzuführen. Kritik wird in der Literatur hinsichtlich der Gefahr der Fokusierung auf die falschen Kernkompetenzen, welche in erheblichen strategischen und finanziellen Unzulänglichkeiten enden können, geübt.
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Oktober 20th, 2010 von
JG
Merkmal der Istkosten ist die Entstehung in der letzten Periode des Abrechungszeitraums und die daraus resultierende Möglichkeit deren genaue Höhe anzugeben. Als Istkosten werden die tatsächlich angefallenen Kosten einer Periode mit Vergangenheitsorientierung verstanden.
Die Istkosten werden im Rahmen des betrieblichen Rechnungswesens beleghaft aus den vorgelagerten Bereichen der Buchführung in die Kostenrechnung übergeben. Als Istkosten werden die tatsächlich angefallenen Kosten einer Periode mit Vergangenheitsorientierung verstanden. Rechnerich ergeben sich die Istkosten für eindeutig zeitlich und mengenmäßig bemessbare Kosten, wie den Material- oder Fertigungskosten, aus dem Produkt der Istpreise und der Istmenge.
Kosten die sich aus Beiträgen und Steuern ergeben, die nicht konkret mengenmäßig zugeordnet werden können, werden mit dem auf dem Beleg aufgeführten Betrag als Istkosten verbucht. Grundlage der Istkosten ist die Istkostenrechnung, welche das Periodenergebnis der sich aus dem Leistungserstellungsprozess ergibt, ermittelt.
Als vergangenheitsorientierte Rechnung lassen sich aus der Istkostenrechnung keine zukünftigen Angebotspreise ermittelt oder sonstige zukunftsorientierte Planungen durchführen. Demzufolge ist die Istkostenrechnung nur als Nachkalkulation einzusetzen, nicht aber zur Durchführung einer Wirtschaftlichkeitskontrolle.
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